Hans Klaassen Holz und Kork Xanten

Heizen und Lüften

Raumtemperatur

Für die vom Menschen wahrgenommene Raumtem-

peratur ist nicht nur die Lufttemperatur entscheidend,

sondern auch die Temperatur der umschließenden

Wandoberfläche. Je kälter die Wandoberfläche ist, desto

höher muss die Lufttemperatur sein, um ein gemütliches

Wohnklima herzustellen.

Gut gedämmte Außenwände verhindern damit nicht nur

Wärmeverluste, sondern führen

bei gleicher Lufttem-

peratur auch zu höheren Temperaturen an der inneren

Wandoberfläche. Wärmedämmung erhöht also den

Wohnkomfort.

 
   

Feuchtigkeit

In einem Vierpersonenhaushalt werden pro Tag rund

zwölf Liter Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf abge-

geben, der sich in der Raumluft anreichert. Steigt dabei

die Luftfeuchte über 60 Prozent, ist Vorsicht geboten:

Wenn die Luft an kalten Wandoberflächen abkühlt, kann

sie weniger Nässe aufnehmen. So steigt die relative

Feuchte schnell auf über 70 Prozent – die Schimmelge-

fahr nimmt zu.

In der Wohnung ist dieses Phänomen vor allem im Win-

ter problematisch. Besonders gefährdet sind schlecht

dämmende Fenster, Gebäudeecken oder Wärmebrü-

cken, beispielsweise an Rolladenkästen oder Fenster-

stürzen. Die entstehende Feuchtigkeit muss deshalb

durch Lüften aus den Räumen abtransportiert werden.

 

 

Richtig lüften – die Methoden

Um Feuchtigkeit aus der Wohnung herauszulüften,

helfen ein paar einfache Lüftungstipps. Als Faustregel

gilt: Lüften Sie mindestens zwei- bis viermal täglich,

je nachdem, wie oft Sie sich in den Räumen aufhalten.

Ihr Schlafzimmer sollten Sie außerdem nach dem Auf-

stehen gut durchlüften. Das vertreibt die Feuchtigkeit,

die sich über Nacht in der Luft, in den Möbeln und im

Putz angereichert hat.

Auch unmittelbar im Anschluss an das Duschen,

Baden, Kochen oder Fußbodenwischen sollten Sie

stoßlüften, das heißt Fenster auf, Türen zu! So gelangt

die feuchte Luft am schnellsten nach draußen.

 

 

Lüften in der Heizperiode

Falsches Lüften in der Heizperiode wirkt sich stark auf

den Energieverbrauch und damit

auf die Betriebskosten

aus. Kurzes Querlüften bei w

eit geöffneten gegenüber-

liegenden Fenstern und Innentüren ist die effektivste

Methode, einen kompletten Luftaustausch herzustel-

len. Ersatzweise bewirken auch gekippte Fenster einen

gewissen Luftaustausch. Allerdings sollten die Fenster

beim Kipp- genau wie beim Stoßlüften nach einer Weile

wieder geschlossen werden.

Am besten überprüfen Sie den Lüftungsvorgang mit

Hilfe eines Thermo-Hygrometers: Die relative Luftfeuch-

tigkeit sollte 60 Prozent nur kurzzeitig übersteigen.

Ist sie nach dem Lüften deutlich abgesunken, ist die

Schimmelgefahr gebannt und das Fenster kann wieder

geschlossen werden.

Wer nachts gerne kühl schläft, sollte mit Hilfe eines Fest-

stellers die Kippstellung des Fensters auf ein Minimum

reduzieren und den Heizkörper abstellen.

 

Um ein Auskühlen der Wohnung

zu verhindern, sollten

die Türen zu anderen Zimmern in der Nacht geschlos-

sen bleiben. Und tagsüber unbedingt daran denken,

das Fenster wieder zu schließen, sonst heizen Sie zum

Fenster hinaus.

 

Stellen Sie die Heizkörper bei

geöffnetem Fenster immer

komplett ab, indem Sie beim Lüften die Heizkörperven-

tile ganz schließen. Wird das Thermostatventil nicht auf

die Nullstellung (Frostsicherung) gedreht, bewirkt die

ein strömende kalte Luft die Aufheizung des Heizkör-

pers. Die Konsequenz: Sie heizen direkt nach draußen

 

Luftbefeuchter sind in der Regel überflüssig. Eine regel-

mäßige Kontrolle der Raumluft mit einem Hygrometer

wird Ihnen das bestätigen. Sollte die Luft dennoch zu

trocken sein, lüften Sie einfach weniger.